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Private Insolvenz nimmt zu

Juli 5, 2007

Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen und steigendem Wirtschaftswachstum nimmt die Zahl privater Insolvenzanmeldungen in Deutschland kontinuierlich zu.
Im Jahr 2006 meldeten sich 92 844 private Haushalte bankrott, Bundesweit ist jeder zehnte Erwachsene überschuldet. Insgesamt sind 3,4 Millionen Haushalte nicht mehr in der Lage, ihren Schuldenanforderungen nachzukommen. In den aussichtslosen Fällen kommt es zu Verbraucher-Insolvenzverfahren, gibt es mit den Gläubigern keine außergerichtliche Einigung, so wird im Insolvenzverfahren geklärt, wie der Schuldner über sechs Jahre seine pfändbaren Werte an die Gläubiger abzustottern hat.

Die Ursachen der Überschuldung sind vielfältig. Es gibt so genannte Armutsschuldner, die wegen Arbeitslosigkeit oder sinkenden Einkommens ins Schleudern geraten, aber auch das Konsumverhalten trägt wesentlich zur Zunahme der Fälle bei. Bedenkenlose Kreditvergabe im Privatkundenbereich der Banken oder die vom (Versand-)Handel angebotenen Ratenkäufe machen es den Konsumenten leicht, über ihre Verhältnisse zu leben.

Quelle: Augsburger Allgemeine