Archiv für die Kategorie ‘Kündigung’

Kündigung nach Geläster über den Arbeitsgeber

August 28, 2007

Sich im Internet über den eigenen Arbeitsplatz zu beschweren sollte gut überlegt sein…
In einem Internet-Forum hatte unlängst eine Frau über ihre Arbeitsbedingungen und ihren Chef gelästert und war daraufhin entlassen worden. Sie hatte den Namen ihres Unternehmens genannt und es als „Sklavenbetrieb“ und „Zuhälterfirma“ bezeichnet. Trotz anonymer Anmeldung in dem Forum fand man ihre Identität über die Webseite, die sie angegeben hatte, die Frau wurde gekündigt und das Gericht wies ihre darauf folgende Kündigungsschutzklage mit der Begründung ab, sie habe ihre Firma diffamiert und sich der üblen Nachrede schuldig gemacht.

Quelle: TecChannel

Gefeuert wegen Übergewicht

August 10, 2007

170 Kilo sind Haribo zu viel für einen Mitarbeiter. Deshalb und weil Volker W. in den vergangenen Jahren häufiger krank war hat Haribo ihn jetzt gekündigt. Der zuckerkranke W. will die Kündigung -es ist schon seine Zweite von Haribo- nicht ohne Weiteres hinnehmen, und hat Klage eingereicht. Als das Unternehmen ihn im Jahr 2000 zum ersten Mal feuerte hatte er bereits erfolgreich geklagt, musste sich allerdings seither mehrfach gefallen lassen, von seiten seines Arbeitgebers zum abnehmen aufgefordert zu werden.

Der Rauswurf wird von Haribo mit dem Passus der negativen Gesundheitsprognose begründet. Der Betrieb behält sich von einen Mitarbeiter entlassen zu können, wenn der begründete Verdacht besteht, dass der Mitarbeiter zukünftig so oft krank ist, dass dem Betrieb dadurch unzumutbare Kosten entstehen.

Volker W.’ s Anwalt hingegen nennt als Grund für vergangene Ausfallzeiten seines Mandanten die gegebenen Arbeitsbedingungen, die einem Normalgewichtigen die gleichen gesundheitlichen Schwierigkeiten einbringen können; Volker W. arbeitete bei Haribo in der Lagerhalle und hatte täglich hunderte Kilo Lakritz durch die Halle zu ziehen.

Eine aussergerichtliche Einigung konnten die beiden Parteien nicht erzielen, daher geht der Streit nun in die nächste Runde, ein Ergebnis bleibt abzuwarten.

Quelle: Express

Unkündbare Mitarbeiterin entlassen

Juni 25, 2007

Eine Sozialarbeiterin ist nach ihrer vierten Abmahnung wegen schlechter Arbeitsleistung außerordentlich gekündigt worden. Aufgrund ihrer langjährigen Mitarbeit in einem Klinikum war die Beklagte ordentlich unkündbar, das Landesarbeitsgericht Köln erkannte die Kündigung jedoch als wirksam an, da es dem Arbeitgeber unzumutbar gewesen sei, die Mitarbeiterin länger zu beschäftigen (AZ.: 14 Sa 158/06).

(dpa)

Linksammlung zu Bore-out

Juni 21, 2007