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Gesundheitliche Prävention für Selbstständige

Juli 12, 2007

Selbstständig Erwerbstätige sind für die wirtschaftliche Entwicklung und für den Arbeitsmarkt von zunehmender Bedeutung. Allerdings fallen sie durch das Netz des Arbeitsschutzsystems. Zwar sind sie für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten bei der Arbeit verantwortlich, ihr eigener Präventionsbedarf bleibt jedoch außen vor. Dies trifft auch für die zahlreichen „Solo-Selbstständigen“ zu. Dabei sind Selbstständige mindestens so großen Belastungen ausgesetzt wie Beschäftigte. Erschwerend kommen die Unsicherheit der Marktsituation sowie die hohe Eigenverantwortung hinzu.

Die Zahl der Selbstständigen hat sich seit 1991 um 20 Prozent erhöht und steigt weiter an. Bereits heute machen die rund 4,3 Millionen Selbstständigen in Deutschland etwa elf Prozent der Erwerbsbevölkerung aus. Dabei arbeiten neun von zehn Selbstständigen allein oder leiten Kleinbetriebe mit bis zu zehn Beschäftigten. Der Rat der Europäischen Union reagierte im Februar 2003 auf diese Entwicklung. Im Rahmen der Lissabon-Erklärung forderte er alle Mitgliedstaaten auf, Angebote und Maßnahmen zu entwickeln, die den Arbeits- und Gesundheitsschutz Selbststständiger verbessern.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat im November 2006 das Projekt „Selbstständig & Gesund“ abgeschlossen, das sie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) durchgeführt hat. Dabei entstanden Vorschläge für ein nationales Handlungskonzept, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz für Selbstständige zu verbessern. Zurzeit befindet sich ein Forschungsbericht in Vorbereitung. Erste Ergebnisse und weitere Informationen präsentiert die Projekt begleitende Homepage www.selbststaendig-und-gesund.de.