Archiv für die Kategorie ‘EU’

Wovor Europäer sich fürchten…

Juli 10, 2007

Das Marktforschungsunternehmen GfK hat in seiner Studie „Challenges of Europe“ nachgefragt: 30 Prozent aller Europäer haben Angst um ihren Arbeitsplatz bzw. nennen Jobsuche als ihr größtes Problem (in Deutschland sind es sogar zwei Drittel der Bevölkerung). An zweiter Stelle steht die Sorge um Preis- und Kaufkraftentwicklung, die Wohnungsituation und Miete sowie Kriminalität und Renten.

Allerdings ist die Besorgnis um die Arbeitsmarktsituation trotz seit 2001 unveränderter Spitzenposition sinkend. Im Vorjahr lag der Wert noch bei Durchschnittlich 37% aller EU-Bewohner.

Quelle: GfK

Zukünftig mehr "Flexicurity"

Juni 12, 2007

Flexicurity ist eine Zusammensetzung der Begriffe Flexibilität und Sicherheit.
Der Begriff steht für zum einen hohe Flexibilität in den Arbeitsbeziehungen in Zusammenhang mit mehr sozialer Sicherheit, vorallem in den Übergangsphasen zwischen zwei Arbeitsstellen. Mit diesem Programm möchte die EU zukünftig Diejenigen entlasten, die finanzielle Risiken heute noch mit eigenen Mitteln abdecken, um eine höhere Bereitschaft zum Jobwechsel zu fördern.

Auch müssen zukünftig Frauen und ältere Arbeitnehmer besser und effizienter in das Berufsleben integriert werden, so EU-Sozialkomissar Spindla. Viele Firmen hätten seiner Ansicht nach noch nicht begriffen, dass es bei zunehmend ansteigendem Durchschnittsalter bald nicht mehr genügen Arbeitskräfte in Deutschland geben werde. Als eine entscheidende Maßnahme, der man in Deutschland noch immer viel zu wenig Beachtung schenke, seien berufsspezifische Weiterbildung.

„Grundsätzlich bewegen wir uns von der „Jobsicherheit“ hin zur
„Beschäftigungssicherheit“. Arbeitnehmer können durch
Weiterbildungsmaßnahmen
für den Arbeitsmarkt attraktiv bleiben.“

Der EU-Sozialkommissar warnt: In Deutschland wird es in den nächsten Jahren Arbeitskräfte-Mangel „in den meisten Bereichen“ geben. Daher müsse Deutschland seinen Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus dem Osten öffnen.

Im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung beschlossen, dass der Arbeitsmarktzugang bis 2009 beschränkt bleiben soll. Befürchtungen, die Öffnung des Arbeitsmarktes werde zu einer Absenkung des Lohnniveaus führen, wies Spidla zurück.

Quellen: Rheinischer Merkur, Der Tagesspiegel