„Integrierte Fachkräfte“ nennt die Bundesagentur für Arbeit ihr Programm, mit dem sie Fachkräfte und Akademiker an Stellen in Entwicklungs- und Transformationsländer vermittelt. Besonders gefragt sind Ingeneure, Agrar- und Forstwirtschafter, Volks- und Betriebswirte, Gewerbelehrkräfte, Ärzte und Fachleute aus medizinischen Berufen mit fundierten Berufskenntnissen.
Um als integrierte Fachkraft vermittelt werden zu können ist die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines Mitgliedstaates der EU, eine mindestens dreijährige Berufserfahrung und gute Fremdsprachenkenntnisse Vorraussetzung. Vermittelt wird in Entwicklungs- und Transformationsländer für die sich unter ortsüblichen Bedingungen keine Bewerber finden. Aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhalten sie einen Gehaltszuschuss sowie Nebenleistungen.
Integrierte Fachkräfte werden in die Länder Afrika, Asiens und Lateinamerika vermittelt, nach Ost- und Südosteuropa sowie in die neuen unabhängigen Länder, die nicht zur Russischen Föderation gehören. Die Aufenthalte dauern zwischen einem und sechs Jahren. Weltweit waren Ende 2006 mehr als 700 Integrierte Fachkräfte in über 70 Ländern tätig. Sie arbeiten überwiegend in der beruflichen Aus- und Fortbildung, im Umwelt- und Ressourcenschutz und in der Förderung der Privatwirtschaft.
Weitere Informationen: Bundesagentur für Arbeit