Archiv für die Kategorie ‘Arbeitslosenzahlen’

Hartz 4-Empfänger klagen an…

Januar 27, 2008

…und das in zunehmendem Maße;

2007 legten 775.000 Hartz 4-Empfänger Wiederspruch gegen ihren Arbeitslosengeld II- Bescheid ein. In den meisten Fällen ging es dabei um Leistungskürzungen und Wohngeld.
Damit hatte die Bundesagentur für Arbeit 175.000 Wiedersprüche mehr zu bearbeiten, als im Jahr zuvor.
Letztenendes landeten 99.200 Klagen von ALG 2 -Empfängern bei den deutschen Sozialgerichten, was einer Steigerung von 42% im Vergleich zu 2006 entspricht.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 7.723 Millionen Anträge auf Arbeitslosengeld II gestellt.

Quelle: Die Zeit

Ganz oder garnicht.

August 16, 2007

Mittlerweile ist jeder neunte Deutsche unter 65 Jahren auf Unterstützung durch ALG II angewiesen. Das sind Summa Sumarum rund 7,4 Millionen Menschen, rund 1,3 Millionen mehr als 2005, dem Jahr als Hartz IV eingeführt wurde. Damit erreicht die Zahl einen neuen traurigen Höchststand, wobei allerdings erwähnt werden muß, dass nur etwa ein Drittel der Hartz IV – Empfänger tatsächlich arbeitslos sind. Den Hauptteil der Leistungsbezieher machen Ein-Euro-Jobber, Ausbildungsplatz-Suchende, Kranke und Menschen aus, die ihren Lebensunterhalt trotz Arbeit nicht absichern können.

Auf Seiten der Arbeitnehmer hingegen wird in Deutschland mehr gearbeitet, als langfristig für den einzelnen Arbeitnehmer gesund ist; 61 Prozent der Berufstätigen arbeitet länger als die Regelarbeitszeit von 40 Stunden in er Woche und 25 Prozent arbeiten sogar bis zu 48 Stunden und mehr. Nach der repräsentativen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BIBB) fühlt sich zudem jeder Siebte am Arbeitsplatz unterfordert und jeder Sechste überfordert.

Quelle: Der Tagesspiegel

Arbeitslosenzahlen für Juni 2007

Juni 29, 2007

„Durch die stabile Konjunktur wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit sinkt deutlich. Die Nachfrage nach Mitarbeitern ist weiter gestiegen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

  • Arbeitslosenzahl im Juni: -125.000 auf 3.687.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -712.000
  • Arbeitslosenquote im Juni: -0,3 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen hat von Mai auf Juni im Zuge der Frühjahrsbelebung um 125.000 auf 3.687.000 abgenommen (West: -76.000 auf 2.427.000; Ost: -49.000 auf 1.260.000). Der Rückgang war stärker als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (-101.000). Saisonbereinigt errechnet sich ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 37.000. Nachdem die Abnahmen in letzten beiden Monaten wegen der geringeren Winterarbeitslosigkeit etwas schwächer ausgefallen waren, hat sich der Abbau im Juni wieder verstärkt. Gegenüber dem Vorjahr gab es 712.000 Arbeitslose weniger. Die günstige Entwicklung liegt vor allem am konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Daneben spielen aber auch die Entlastung durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot sowie die Professionalisierung der Arbeit der Job-Center eine Rolle.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Langanhaltendes Wirtschaftswachstum erwartet

Juni 26, 2007

Das ifo-Institut prognostiziert einen langanhaltenden Wirtschaftsaufschwung, man erwartet ein en Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,6% in 2007 und 2,5% in 2008. ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erwartet sogar, dass sich der Aufwärtstrend „mit etwas Glück“ bis zum Ende des Jahrzehnts fortsetzt.

Gleichzeitig werde die Arbeitslosenzahl weiter sinken und 2007 im Jahresdurchschnitt bei 3,8 Mio. und 2008 bei 3,5 Mio. Arbeitslosen liegen. Mit diesen Aussichten ist ein deutlicher Anstieg im Konsumverhalten zu erwarten.

Quelle: Der Tagesspiegel

Arbeitslosenstatistik: Wer darin nicht auftaucht:

Juni 16, 2007

Die anhaltend gute Konjunktur in Deutschland macht Mut. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Arbeitslosenzahlen, wie seit Jahren nicht mehr. Für den Monat April diesen Jahres wurden 3.967.000 Arbeitslose vermeldet, das sind ganze 732.000 weniger als im Jahr zuvor!

Allerdings sollte man sich von den niedrigen Zahlen nicht täuschen lassen. Das so wenige keine Arbeit haben bedeutet nicht, dass Alle anderen Erwerbstätigen eine Vollzeitstelle mit allen Versicherungsleistungen vorweisen können. So werden Ein-Euro-Jobber zum Beispiel nicht in die Statistik einbezogen. Immerhin 290.000 Menschen sind im Mai 2007 einer Ein-Euro-Tätigkeit nachgegangen.

Ebenso werden arbeitslose Schulabgänger und Arbeitslose über 58 Jahre, die nach dem „erleichterten Leistungsbezug“ dem Arbeitsmarkt „nicht mehr zur Verfügung gestellt werden müssen“, von der Statistik nicht berücksichtigt.

Arbeitnehmer, die von einer Zeitarbeitsfirma vermittelt werden, haben zwar eine Vollbeschäftigung, allerdings in den meisten Fällen befristet. Nicht selten beschränkt sich diese Frist auf ein paar Monate, im Höchstfall beträgt sie zwei Jahre. Danach spätestens muss eine Firma den Mitarbeiter entweder übernehmen oder durch einen Neuen austauschen. Seit 2006 sind die Hälft aller neu geschaffenen Arbeitsplätze auf sog. Leiharbeit ausgerichtet. Von 1996 bis 2006 stieg die Zahl der Beschäftigten in dieser Sparte laut BA von 180.000 auf 600.000.

Im Februar 2007 lebten 7 Millionen Haushalte von Hartz IV, Mitbewohner einer Bedarfsgemeinschaft werden ebenfalls nicht in der Statistik erwähnt.

Insgesamt sind die Arbeitslosenzahlen trotzdem weiter rückläufig und die BA vermeldet kommenden Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich des Ingeneurswesens. „Das uns bekannte Stellenangebot ist derzeit um gut 150.000 höher als vor einem Jahr. Inzwischen zeichnen sich erste Personalengpässe in einigen Berufen und Regionen ab. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften zu, so dass die Suche nach speziellen Bewerbern inzwischen deutlich länger dauert als noch vor einigen Monaten“, sagte Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung der BA.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, rf-news

[Update] Im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages liegt eine Petition bezüglich der Bekanntgabe der tatsächlichen Zahl der derzeit Erwerbsuntätigen zur Zeichnung vor:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das statistische Bundesamt die offizielle Zahl der Arbeitslosen in Deutschland veröffentlicht. Als Arbeitslosenzahl soll gelten: Die Summe aller im gesamten Berichtszeitraum arbeitslosen bzw. arbeitsuchenden Menschen, die Leistungsbezieher nach dem SGB III (ALG I), nach dem SGB II (ALG II), arbeitsuchend mit oder ohne Leistungsbezug sind oder sich in einer Arbeitsgelegenheit, einer Fortbildungs- oder sonstigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden.“Damit der Bundestag die offizielle Zahl aller Arbeitslosen veröffentlicht, sind hiermit alle aufgerufen, sich an der Petition zu beteiligen!“

(via Löwenzahn)

Arbeitslosenzahlen sinken auf 3.8 Millionen

Mai 31, 2007

Die Bundesargentur für Arbeit hat die Arbeitslosenzahlen für den Monat Mai mit rund 3.8 Millionen beziffert. Das sind gut 161.000 weniger als im April diesen Jahres und 732.000 Arbeitslose weniger als 2006. Die Arbeitslosenquote sank damit seit April um weitere 0,4% und liegt damit mit bei 9,1%, im Vorjahr hatte sie noch einen Stand von 10,9 %.
Als Hauptgründe werden der anhaltende konjungturelle Aufschwung und dei saisonal bedingte Nachfrage in Gastronomiebetrieben und im Baugewerbe genannt.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit