170 Kilo sind Haribo zu viel für einen Mitarbeiter. Deshalb und weil Volker W. in den vergangenen Jahren häufiger krank war hat Haribo ihn jetzt gekündigt. Der zuckerkranke W. will die Kündigung -es ist schon seine Zweite von Haribo- nicht ohne Weiteres hinnehmen, und hat Klage eingereicht. Als das Unternehmen ihn im Jahr 2000 zum ersten Mal feuerte hatte er bereits erfolgreich geklagt, musste sich allerdings seither mehrfach gefallen lassen, von seiten seines Arbeitgebers zum abnehmen aufgefordert zu werden.
Der Rauswurf wird von Haribo mit dem Passus der negativen Gesundheitsprognose begründet. Der Betrieb behält sich von einen Mitarbeiter entlassen zu können, wenn der begründete Verdacht besteht, dass der Mitarbeiter zukünftig so oft krank ist, dass dem Betrieb dadurch unzumutbare Kosten entstehen.
Volker W.’ s Anwalt hingegen nennt als Grund für vergangene Ausfallzeiten seines Mandanten die gegebenen Arbeitsbedingungen, die einem Normalgewichtigen die gleichen gesundheitlichen Schwierigkeiten einbringen können; Volker W. arbeitete bei Haribo in der Lagerhalle und hatte täglich hunderte Kilo Lakritz durch die Halle zu ziehen.
Eine aussergerichtliche Einigung konnten die beiden Parteien nicht erzielen, daher geht der Streit nun in die nächste Runde, ein Ergebnis bleibt abzuwarten.
Quelle: Express