Die Bundesargentur für Arbeit hat die Arbeitslosenzahlen für den Monat Mai mit rund 3.8 Millionen beziffert. Das sind gut 161.000 weniger als im April diesen Jahres und 732.000 Arbeitslose weniger als 2006. Die Arbeitslosenquote sank damit seit April um weitere 0,4% und liegt damit mit bei 9,1%, im Vorjahr hatte sie noch einen Stand von 10,9 %.
Als Hauptgründe werden der anhaltende konjungturelle Aufschwung und dei saisonal bedingte Nachfrage in Gastronomiebetrieben und im Baugewerbe genannt.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Archiv für Mai 2007
Arbeitslosenzahlen sinken auf 3.8 Millionen
Mai 31, 2007Wieder Überstunden?
Mai 16, 2007In vielen Branchen ist es üblich und an der Tagesordnung, mitunter sehr kurzfristig, Überstunden machen zu müssen. Meist bleibt den Arbeitnehmern nichts Anderes, als diese Extraarbeit in Kauf zu nehmen. Anderswo würde so Mancher gerne zwecks Aufbesserung der Haushaltskasse etwas mehr Arbeiten.
Was ist erlaubt und welche Rechte haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber, wenn es um Mehrarbeit geht?
Das Arbeitsgesetz sieht vor, das die gesetzliche Höchstarbeitszeit bei acht Stunden am Tag von Montag bis Samstag liegt. Wenn zeitliche Schwankungen vorkommen gilt die Regel, dass im Zeitraum eines halben Jahres im Schnitt acht Stunden pro Arbeitstag nicht überschritten werden und das nicht mehr als zwei Stunden Arbeit pro Tag hinzukommen. Sonderregelungen gelten für Behinderte, Schwangere und Jugendliche.
Als Grundlage der Arbeitszeitregelung dient der Arbeitsvertrag. Neben der regulären Arbeitszeit ist in vielen Verträgen auch die Mehrarbeit geregelt. Zu beachten ist dabei auch, in wie weit im Voraus der Arbeitgeber Überstunden anzukündigen hat.
Betriebliche Notfällen bilden eine Ausnahme, hier kann kurzfristig eine Extraschicht verlangt werden, etwa, wenn nur ein speziell ausgebildeter Mitarbeiter ein Problem lösen kann. Für zusätzliche Aufgaben, die mehrere Arbeitnehmer in einem Betrieb übernehmen können, muss eine gerechte Verteilung gewährleistet sein. Ein Recht auf Überstunden gibt es nicht.
Verweigert ein Mitarbeiter mehrfach die Annahme von Überstunden, kann er wegen Arbeitsverweigerung auf Schadenersatz verklagt oder gekündigt werden.
Sieht der Arbeitsvertrag allerdings keine Überstundenregelung vor, ist der Arbeitnehmer nicht verpflichtet, Überstunden zu leisten.
Weitere Informationen:
Wikipedia/Überstunden
ZeitBlog Arbeitsrecht
Mobbing am Arbeitsplatz
Mai 16, 2007Mobbing (engl. mobbing; mob: Meute, Gesindel, Pöbel, Bande; oder to mob: anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen) ist per Definition des Bundesarbeitsgerichtes „systematisches Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte.“
Im Klartext heißt das, Menschen werden von Kollegen und/oder Vorgesetzten über Wochen, Monate oder sogar Jahre auf verschiedene Art in ihrer Leistungsfähigkeit beschnitten. Das kann auf vielerlei Art geschehen, Betroffene werden zum Beispiel konsequent ignoriert, ausgegrenzt, bedroht oder permanent kritisiert.
Hinter vorgehaltener Hand wird gelästert und Gerüchte werden gestreut.
Auch eine ständige ungerechte Aufgabenverteilung ist Mobbing, etwa wenn Menschen keine, sinnlose, oder zu viele Aufgaben, oder diskreditierende Tätigkeiten zugeteilt bekommen. Die Palette der Möglichkeiten reicht bis hin zu körperlicher Gewalt und sexueller Annäherung.
In Deutschland sind davon geschätzte 1 – 1,5 Millionen Menschen betroffen. Das die Schätzung so weit auseinander gehen liegt daran, dass viele Betroffene sich aus Scham oder Angst vor Repressionen nicht trauen, mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit zu gehen. Eine typische Reaktion auf Mobbing ist Rückzug und Isolation vom gesellschaftlichen Leben, was bis hin zu Depression und Selbstmordgedanken führen kann. Folgewirkungen sind auch Konzentrationsprobleme, Schlaflosigkeit oder Alpträume, starke Selbstzweifel, paranoide Zustände und gereizte, aggressive Stimmung. Dabei verschlechtert sich der Zustand, je länger Menschen unter Mobbing zu leiden haben.
Ein Weg aus der Opferposition ist, dem Täter klare Grenzen zu setzen, etwa, indem man ihn direkt auf die Situation anspricht. Auch kann man sich Hilfe innerhalb des Betriebes suchen, jeder Vorgesetzte hat rechtlich die Verantwortung, für das Wohl seiner Arbeitnehmer zu sorgen. In der Praxis ist es allerdings Vielen nicht möglich, innerhalb eines Betriebes Unterstützung zu finden. Daher raten Experten, sich an die Ortsverwaltung der Gewerkschaften oder die Ortsniederlassung der Krankenkasse zu wenden, um rechtliche und gesundheitliche Hilfe zu bekommen. Und auch Selbsthilfegruppen, Hausärzte, Psychologen und Rechtsanwälte können weiterhelfen.
In jedem Fall sollte über alle Vorkommnisse Buch geführt werden. Ein Mobbing-Protokoll mit genauen Datums-, Zeit- und Tathergangsbeschreibung erleichtert Anwälten und Gerichten, im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung, die Arbeitssituation nachzuvollziehen.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
www.mobbing-web.de
Wikipedia/Mobbing
Wikipedia/Mobbing im Arbeitsrecht
DGB/Mobbing
Geschäftliche E-Mails
Mai 15, 2007Mittlerweile haben E-Mails die Büros weltweit im Griff. Kein Wunder, eine E-Mail ist wesentlich schneller beim Empfänger als ein Brief und im Gegenteil zum Telefonat hat man etwas schriftliches in der Hand.
Wie in allen Bereichen der Geschäftswelt haben sich in den letzten Jahren natürlich auch ein paar Regeln für „gute“ E-Mails entwickelt.
Für eine professionelle Korrespondenz sollten Sie also ein paar Merkmale beachten:
Wählen Sie immer eine prägnante, kurze Aussage für die Betreffzeile. Ihr Empfänger erhält vielleicht hunderte Mails am Tag und kann Anhand des „Subjects“ wichtige von unwichtiger Post besser selektieren.
Legen Sie Wert auf die richtige Anrede und auf Höflichkeit. Trotz des oft sehr lockeren und persönlichen Umgangs im Internet legen viele in geschäftlicher Korrespondenz Wert auf Umgangsformen.
Überlegen Sie sich, welche Informationen für den Empfänger wirklich wichtig sind. Aufgrund der oft großen Flut von Mails, die am Tag einen Empfänger erreichen, werden lange Inhalte manchmal nur angelesen oder überflogen.
Achten Sie auf Rechtschreibung und Grammatik. In manchen Bereichen ist es Usus, in E-Mails durchgehend Klein zu schreiben, wenn sie sich nicht sicher sind achten Sie besser auf Groß- und Kleinschreibung.
Schicken Sie nicht unaufgefordert größere Dateianhänge. Manche E-Mail-Dienste akzeptieren nur Sendungen bis zu einer bestimmten Größe. Zudem gibt es auch Heute noch Menschen, die mit einem 56k-Modem im Internet gehen und lange Ladezeiten bei großen Dateien haben.
Verzichten Sie möglichst auf Smileys und andere Symbole, nicht alle kennen die Bedeutung und kriegen ihre Nachricht so vielleicht in den falschen Hals oder empfinden sie als kindisch.
Verwenden Sie gängige Schrifttypen, die von allen Programmen gelesen werden können (Arial, Verdana,…), und ein Text wird lesbarer, wenn man ihn in Absätze unterteilt.
Wenn sie aus einer Mail zitieren möchten, nennen sie nur den Abschnitt, der dafür relevant ist und löschen den Rest. Das ist Übersichtlicher für den Empfänger und spart Speicherplatz.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Über-50-Jährige wieder gefragt
Mai 10, 2007Weniger als 30% der 50-64-Jährigen befinden sich derzeit in einer sozialversicherten Anstellung. Von Arbeitsvermittlungen oftmals als nicht vermittelbar eingestuft, hatten in den letzten Jahren vor allem Ältere große Schwierigkeiten, sich auf dem Arbeitsmarkt zu halten. Nun macht sich eine Trendwende bemerkbar; nach Angaben „Mutmacher-Magazins“ ist im ersten Halbjahr 2006 dei Zahl der Einstellung sogenannter 50plus-Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahr um 3,3% gestiegen.
Quellen:
Neue Nachricht
Mutmacher-Magazin
Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA)
4,1 Prozent Lohnerhöhung
Mai 4, 2007Nach wochenlangen Verhandlungen und etlichen Warnstreiks einigten sich die Gewerkschaft IG Metall mit Arbeitgebern im Bezirk Baden-Würtemberg auf eine zweistufige Lohnerhöhung innerhalb von 19 Monaten. Demnach werden die Löhne in der Metallindustrie mittelfristig ab Juni 2007 um 4,1 Prozent angehoben und zwölf Monate später um weitere 1,7 Prozent erhöht. Hinzu kommt im nächsten Jahr ein Konjunkturbonus, der auf fünf Monate gerechnet bei 3,5 Prozent liegt. Die rund 800.000 Beschäftigten erhalten darüber hinaus eine einmalige Sonderzahlung von je 400 Euro für die Monate April und Mai.
Der Tarifabschluss läuft Ende Oktober 2008 aus.
(Quelle: Reuters)
3,967 Millionen Arbeitslose im April
Mai 2, 2007Nach Angaben des Arbeitsministers Franz Müntefering sanken die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen April im Vergleich zum Vormonat März um weitere 141.000 auf insgesamt 3,967 Millionen, das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2001 (3,93 Millionen). Die Arbeitslosenquote sank auf 9,5 Prozent (im März lag sie bei 9,8 Prozent).
Gleichzeitig stieg die Zahl der registrierten freien Stellen von 640.000 im März auf etwa 920.000 im April.
Experten rechnen mit einer weiteren konstanten Abnahme der Arbeitslosenzahlen; so sagte Allianz- und Dresdner Bank Chefvolkswirt Alexander Heise der Bild: „Die hervorragenden Zahlen belegen, dass die starke Konjunktur voll auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren ist sensationell. Wenn die Politik nicht vom Reformkurs abweicht und die Lohnerhöhungen moderat bleiben, kann die Arbeitslosenzahl spätestens 2009 unter die 3-Millionen-Marke sinken.“
Am Mittwoch wird die Bundesagentur für Arbeit die vollständige Arbeitsmarktlage vorstellen.
Quellen: Bild, Spiegel online
Rangliste der Stellenangebote für März 2007
Mai 2, 2007Werbe- und Dienstleistungskaufleute: 30.000 gemeldete Stellen
Verkäufer und Warenkaufleute: 27.000 gemeldete Stellen
Elektriker: 23.000 gemeldete Stellen
Bürofachkräfte: 21.000 gemeldete Stellen
Schlosser: 20.000 gemeldete Stellen
Kraftfahrer: 17.000 gemeldete Stellen
Kellner und Gastwirte: 17.000 gemeldete Stellen
Installateure und Klemptner: 14.000 gemeldete Stellen
Ingeneure: 13.000 gemeldete Stellen (davon 6.500 im Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau und 3.000 für den Bereich Elektro)
Krankenschwestern, Sprechstundenhilfen und Masseure: 13.000 gemeldete Stellen
Köche: 12.000 gemeldete Stellen
Maler und Maurer: je 7.000 gemeldete Stellen
Zimmerer und Dachdecker je 6.000 gemeldete Stellen
Quelle: Bundesagentur für Arbeit